Mein Krankenhaus 2030 News

Gesundheitsministerin Judith Gerlach besucht das SOGESUND in Schongau

Geschrieben von Petra Hunger | 22.01.2026

Hoher Besuch in Schongau: Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, machte sich am gestrigen Mittwoch ein Bild vom Medizinischen Zentrum SOGESUND. Der Standort gilt als gelungenes Beispiel für einen erfolgreichen strukturellen Wandel in der Krankenhauslandschaft. Der Grund: Er zeigt, wie aus einem ehemaligen Krankenhaus ein zukunftsfähiges, sektorenübergreifendes Versorgungsmodell entstehen kann.

Im Rahmen ihres Besuchs würdigte Bayerns Gesundheitsministerin Gerlach die Entwicklung des Standorts als beispielgebend auch für andere Regionen. Sie betonte: „Das SOGESUND steht exemplarisch dafür, wie neue Versorgungsstrukturen mit hoher medizinischer Qualität und regionaler Verantwortung umgesetzt werden können. Angesichts der notwendigen Klinikumstrukturierungen im Zuge der Krankenhausreform ist das medizinische Zentrum in Schongau ein erfolgreiches Beispielmodell auch für andere Kliniken. Ich begrüße insbesondere das enge Zusammenspiel ambulanter, stationärer und therapeutischer Angebote, wodurch die Gesundheitsversorgung in der Region zukunftsfähig aufgestellt wird.“

Die überregionale Bedeutung der Umstrukturierung spiegelt sich auch darin wider, dass regelmäßig Delegationen und Fachvertreter aus anderen Landkreisen nach Schongau kommen, um sich vor Ort über das Konzept und dessen Umsetzung zu informieren.

Begrüßt wurde die Ministerin von Landrätin Andrea Jochner-Weiß. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Wandel aktiv zu gestalten, statt Strukturen einfach fortzuschreiben“, machte die Aufsichtsratsvorsitzende der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau deutlich. Sie ergänzte: „Heute zeigt sich, dass dieser Weg richtig war. Das SOGESUND sichert die medizinische Versorgung in der Region und dient zugleich als Orientierung für andere Landkreise.“

Nach der Begrüßung schloss sich ein Rundgang durch ausgewählte Bereiche des Medizinischen Zentrums an. In der Notfall-Ambulanz informierte Oberarzt Kamil Beranek über die Abläufe der akutmedizinischen Versorgung in Schongau. Beranek machte deutlich: „Kurze Wege, ein breit gefächertes medizinisches Angebot sowie die enge Zusammenarbeit zahlreicher Fachbereiche kommen unseren Notfall-Patienten unmittelbar zugute.“

Im MVZ – Ärztezentrum Schongau stellten die Kaufmännische Leiterin, Gerda Hutter, und der Ärztliche Leiter, Dr. Rolland Rosniatowski, das ambulante Leistungsspektrum vor. „Im MVZ bündeln wir fachärztliche Kompetenz und ermöglichen eine kontinuierliche Betreuung über mehrere Fachdisziplinen hinweg“, erklärte Dr. Rosniatowski. Gerda Hutter verwies auf die strukturierte Organisation des Ärztezentrums, die eine verlässliche Terminplanung und eine effiziente Steuerung der Patientenströme unterstütze.

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung der Akutstation Lechvital sowie der Klinik für Innere Medizin Schongau. Chefarzt Dr. Jochen Dresel stellte das innovative Konzept vor: „Wir bieten ein breites Spektrum an medizinischen Fachrichtungen, darunter Gastroenterologie, Kardiologie und Pneumologie.“ Ergänzt werde dies durch ein Pflegemodell mit festen Ansprechpartnern, das eine individuelle und bedürfnisorientierte Betreuung ermögliche.

Im anschließenden Austausch mit der Geschäftsführung wurden die Entwicklung des Standorts, die medizinische Ausrichtung und die langfristigen Perspektiven von SOGESUND vorgestellt. Geschäftsführer Thomas Lippmann sagte: „Unser Anspruch war es von Beginn an, ein integriertes Versorgungskonzept zu entwickeln, das sich an den Bedürfnissen der Patienten orientiert.“

Claus Rauschmeier ergänzte: „Angesichts angespannter kommunaler Haushalte und schwieriger Rahmenbedingungen leistet dieses Modell einen wichtigen Beitrag zur künftigen Gesundheitsversorgung, insbesondere im ländlichen Raum.“ Die weiterhin unzureichende finanzielle Absicherung des sektorenübergreifenden Versorgungszentrums in Schongau könne nur durch den Bund gewährleistet werden – erforderlich sei eine faire und verlässliche Betriebskostenfinanzierung.