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Neuer Chefarzt für die Gefäßchirurgie in Weilheim

Geschrieben von Petra Hunger | 02.03.2026

Seit 1. März 2026 hat die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Krankenhaus Weilheim einen neuen Chefarzt. Mit Dr. Jörg Hawlitzky übernahm ein erfahrener Gefäßchirurg die Leitung der Abteilung. Gemeinsam mit ihm wechselte sein gesamtes gefäßchirurgisches Team zur Klinik. Damit stehen von Beginn an eingespielte Strukturen und eine hohe fachliche Qualität zur Verfügung.

Bereits seit Anfang Dezember ist Dr. Mareike Benedikt, leitende Oberärztin und Stellvertreterin des Chefarztes, am Krankenhaus Weilheim tätig. Sie unterstützte die Klinik für Gefäßchirurgie bis zum Start von Dr. Hawlitzky als kommissarische Leitung, operiert ambulant und stationär. Zudem bietet sie gefäßchirurgische Sprechstunden im MVZ – Ärztezentrum Weilheim an.

Fachlich liegen die Schwerpunkte des Weilheimer Gefäßchirurgie-Teams auf der Behandlung von Durchblutungsstörungen, Aortenaneurysmen und Erkrankungen der Halsschlagader. Insbesondere bei Aneurysmen kommen überwiegend minimalinvasive, endovaskuläre Verfahren zum Einsatz. Operiert wird in einem Hybrid-OP, der einen konventionellen Operationssaal mit einer leistungsstarken Angiographie-Anlage vereint. Die Kombination aus offenen und minimalinvasiven Techniken – so genannte Schlüssellochoperationen – ermöglicht eine differenzierte, individuell abgestimmte Therapie bei Gefäßerkrankungen.

„Die Entscheidung für Weilheim ist mir aufgrund der hervorragenden strukturellen und technischen Rahmenbedingungen sehr leicht gefallen“, macht Dr. Hawlitzky deutlich. Er ergänzt: „Insbesondere der hochmoderne Hybrid-OP in Verbindung mit der perfekten Infrastruktur ermöglicht eine besonders schonende, präzise und sichere Versorgung.“

Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, betont: „Mit Dr. Hawlitzky konnten wir einen Chefarzt gewinnen, der über große Erfahrung in der Gefäßchirurgie verfügt und das Fach in seiner gesamten Breite abbildet.“ Der Wechsel setze einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung der Gefäßchirurgie in Weilheim und stärke zugleich die Versorgungssicherheit im gesamten Landkreis.

Dr. Jörg Hawlitzky studierte an der RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) in Aachen Medizin. Seine chirurgische Ausbildung absolvierte er unter anderem am Marienhospital in Aachen sowie am Stadtkrankenhaus in Worms. Die Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie erfolgte am Luisenhospital, ebenfalls Aachen, wo er nach Abschluss der Weiterbildung als Oberarzt arbeitete. Wissenschaftlich beschäftigte er sich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit der Embolisationsgefahr bei der Behandlung von Carotisstenosen – ein Thema, das ihm bis heute sehr am Herzen liegt und einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Gefäßchirurg bildet.

Der 59-Jährige erklärt: „Gefäßerkrankungen verlaufen häufig lange unauffällig. Umso wichtiger sind eine präzise Diagnostik und eine Therapie, die individuell und verantwortungsvoll entschieden wird.“ Sein Ziel ist es daher, Patienten frühzeitig zu erreichen und Behandlungen so schonend wie möglich durchzuführen.

Dabei kann der gebürtige Karlsruher auf eine mehr als 25-jährige Erfahrung und viel Know-how in der Gefäßchirurgie zurückblicken. Von 2008 bis 2016 leitete er die Klinik für Gefäßchirurgie am Benedictus-Krankenhaus in Tutzing. Dort baute er die Abteilung von Grund auf neu auf. Im Anschluss war er Chefarzt am Artemed Klinikum München Süd. Seit März bringt er das in dieser Zeit erworbene Wissen gemeinsam mit seinem Team am Krankenhaus Weilheim ein.

„Ein guter Gefäßchirurg operiert nicht möglichst viel, sondern zum richtigen Zeitpunkt“, fasst Dr. Hawlitzky zusammen. Und weiter: „Entscheidend ist es, Risiken früh zu erkennen und gemeinsam mit den Patienten die passende Therapie zu wählen. Wir behandeln unsere Patienten immer so, wie wir es uns für uns selbst und unsere Angehörigen wünschen würden.“