„Auch Ihr Inneres braucht mal Streicheleinheiten.“


Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang | Chefarzt

BAUCHAORTENANEURYSMA

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Ein Bauchaortenaneurysma ist eine krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader, die unbehandelt lebensgefährlich werden kann.“


Dr. Peter Baumann | Chefarzt

 

Zu den Risikogruppen, die ein Bauchaortenaneurysma entwickeln können, gehören Raucher, Bluthochdruckpatienten und übergewichtige Menschen. Männer haben im Gegensatz zu Frauen ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko. Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin haben fünf von hundert Männern über 65 Jahre eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader. Das tückische an dem Aortenaneurysma ist, dass es oft lange Zeit unerkannt bleibt, da die Symptome sehr unspezifisch sind. So verursacht ein Aortenaneurysma erst bei beginnender Perforation starke Bauchschmerzen aber auch Rückenschmerzen. Bei Zugehörigkeit zu einer der genannten Risikogruppen empfiehlt es sich daher, ab 65 Jahren beim jährlichen Check-Up beim Hausarzt sich einer Ultraschall-Untersuchung des Bauches zu unterziehen. Ist dort eine deutliche Erweiterung der Bauchschlagader erkennbar, ist ein operativer Eingriff angeraten. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass das Bauchaortenaneurysma platzt – und dann besteht Lebensgefahr.

Zur Behandlung der erweiterten Bauchschlagader können Gefäßchirurgen zwischen zwei Verfahren wählen: der offenen Operation und der endovaskulären. 

 

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Endovaskuläre Chirurgie

Bei der endovaskulären Chirurgie handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff. Das heißt, die Gefäßchirurgen führen über die beiden Leistenarterien eine Aortenstentprothese in die Bauchschlagader ein und schalten damit das Aneurysma aus. Hierfür sind lediglich zwei kleine Leistenschnitte erforderlich, durch die die ummantelte Stentprothese in den Körper eingebracht wird. Der Stent wird durch Eigenspannung in der Aorta verankert. Da sich die Aorta im Laufe des Lebens verändern kann, ist die Stentprothese einem dynamischen Prozess ausgesetzt. Daher sind jährliche Kontrollen notwendig, um zu überprüfen, ob die Stentprothese noch an der richtigen Stelle sitzt. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit zur Korrektur.

 

In der Klinik für Gefäß- & Endovaskularchirurgie bieten wir Ihnen modernste Methoden zur Diagnostik und Therapie von Gefäßkrankheiten an. Unser Spektrum reicht unter anderem von der Behandlung akuter und chronischer Durchblutungsstörungen (z.B. Schaufensterkrankheit) über die Beseitigung von Halsschlagaderengen bis zur Ausschaltung krankhafter Aussackungen von Schlagadern (z.B. Bauchschlagaderaneurysma), vom Krampfaderleiden über das offene Bein bis hin zum diabetischen Fuß.

 

 

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Dr. Peter Baumann

Chefarzt |Klinik für Gefäßchirurgie

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Offene Operation

Bei der offenen Operation, die nach wie vor bei den Patienten zum Tragen kommt, die für eine endovaskuläre Operation nicht geeignet sind, wird eine Kunststoffprothese in die Bauchschlagader eingenäht. Dafür ist in der Regel ein Bauchschnitt nötig, damit die Aorta freigelegt und unten und oben abgeklemmt werden kann. Dann entfernen die Gefäßchirurgen die Blutgerinnsel aus dem Aortenaneurysma und nähen die Kunststoffprothese ein. Dadurch wird das Aneurysma ausgeschaltet. Die Kunststoffprothese verbleibt wie der Stent ein Leben lang im Körper. Im Unterschied zum Stent ist jedoch keine jährliche Kontrolle notwendig, weil die Kunststoffprothese fest vernäht ist. Patienten verweilen nach einer offenen Operation deutlich länger im Krankenhaus  als bei der endovaskulären Operation. Hinzu kommt, dass sie sich aufgrund der großen Naht etwa drei bis sechs Monate lang schonen müssen. Beim endovaskulären Verfahren können Patienten etwa zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff wieder aktiv am Leben teilnehmen. In den allermeisten, auch schwierigen Fällen ist eine Endovaskuläre Ausschaltung durch die Spezialisten am Krankenhaus Weilheim möglich.

Für welches Operationsverfahren ein Patient infrage kommt, wird individuell entschieden. Es hängt von der Art und Ausdehnung des Aneurysmas und den Begleiterkrankungen des Patienten ab. Die offene OP ist heutzutage nur noch sehr selten nötig.

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