Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang | Chefarzt
„In unserer Klinik bieten wir Ihnen modernste Methoden zur Diagnostik und Therapie an.“
Dr. Jörg Hawlitzky
Unsere jahrelange Erfahrung in der Behandlung von Gefäßerkrankungen ermöglicht es uns, auch für Sie die bestmögliche Therapie zu finden. Dabei legen wir besonderen Wert auf den Einsatz neuester minimalinvasiver Techniken, durch die wir aufwendige Operationen mitunter ganz vermeiden oder wesentlich schonender gestalten können.
In unserer Klinik bieten wir Ihnen modernste Methoden zur Diagnostik und Therapie von Gefäßkrankheiten an. Unser Spektrum reicht unter anderem von der Behandlung akuter und chronischer Durchblutungsstörungen (z. B. Schaufensterkrankheit) über die Beseitigung von Halsschlagaderengen bis zur Ausschaltung krankhafter Aussackungen von Schlagadern (z. B. Bauchschlagaderaneurysma), vom Krampfaderleiden über das offene Bein bis hin zum diabetischen Fuß.
Gerne informieren und beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch im Rahmen unserer Sprechstunde am Krankenhaus Weilheim.
Bei der Schaufensterkrankheit kommt es durch verschlossene Schlagadern zu einer Mangeldurchblutung der Extremitäten. Durch den Mangel an Nährstoffen und Sauerstoff kann es zum Beispiel zu Schmerzen beim Gehen kommen. Abhängig von der Ausprägung der Gefäßveränderungen können die Symptome von milden Beschwerden beim Gehen bis zum Absterben der Extremität reichen.
Die Abteilung für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie ist darauf spezialisiert, solche Durchblutungsstörungen zu behandeln. Prinzipiell erfolgt die Behandlung immer so schonend wie möglich. Hierfür kommen spezielle Katheterverfahren zum Einsatz. Sollte eine solche Schlüssellochoperation nicht mehr möglich sein, können die Gefäße durch einen offenen Eingriff wieder hergestellt werden. Dies reicht von der kurzstreckigen Eröffnung der Arterie bis zur Bypassanlage. Ergänzend kann auch noch eine medikamentöse Therapie durchgeführt werden, um die Gefäße zu erweitern. Aufgrund der ausgezeichneten technischen Voraussetzungen können die meisten Patienten jedoch durch die schonenden Eingriffe behandelt werden.
Die Behandlung von Bauchschlagader-Aneurysmen ist das Spezialgebiet von Chefarzt Dr. Jörg Hawlitzky. Dies sind krankhafte Aussackungen der Bauchschlagader, welche platzen, und so innerhalb kürzester Zeit zum Verbluten führen können. Solche Aneurysmen können heutzutage in den allermeisten Fällen minimalinvasiv durch die Implantation einer Stentprothese über die Leistenschlagadern problemlos behandelt werden. Dr. Jörg Hawlitzky gehörte zu einem der ersten Teams in Deutschland, das auch komplizierte Aneurysma-Formen durch diese minimalinvasive Technik behandeln konnte und verfügt damit über eine langjährige Erfahrung in der Behandlung von Bauchschlagader-Aneurysmen. Die früher übliche offene Operation ist heutzutage nur noch sehr selten nötig. Zur Behandlung von Bauchschlagader-Aneurysmen steht ein hoch-moderner Hybrid-Operationssaal zur Verfügung.
Einen weiteren Schwerpunkt unserer Klinik bildet die Chirurgie der Dialysezugänge. Auch hier können wir auf eine über Jahre hinweg erworbene Expertise zurückgreifen und das komplette Spektrum der Shuntchirurgie und Shuntinterventionen (Kathetertechniken) anbieten. Entscheidend für den Erfolg ist eine schnelle und kompetente Therapie der Patienten. Auch bei akuten Shuntverschlüssen stehen wir rund um die Uhr zur Verfügung. Hierdurch kann die Implantation von Dialysekathetern meist vermieden werden.
Aufgrund der strukturellen Voraussetzungen am Krankenhaus Weilheim spielt die interdisziplinäre Behandlung der Patienten eine große Rolle. Die enge Kooperation zwischen der Gefäßchirurgie und den anderen Fachabteilungen ist eine wichtige Säule für die ganzheitliche Behandlung der Patienten. Als kooperierende Fachabteilungen sind hier unter anderem die Anästhesie, Radiologie, Kardiologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, die Unfallchirurgie und Gastroenterologie zu nennen. Eine besondere Kooperation besteht mit der rekonstruktiven Orthopädie bei der Behandlung des diabetischen Fußsyndroms.
Seit 2023 verfügt die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie in Weilheim über einen Hybrid-Operationssaal. Minimalinvasive Eingriffe können so noch schonender für unsere Patienten durchgeführt werden.
Das Herzstück dieses modernen Operationssaals ist eine integrierte Hochleistungs-Angiographie-Anlage. Bei der Angiographie handelt es sich um eine radiologische Untersuchung, bei der die Gefäße mit Kontrastmittel gefüllt und durch Röntgenstrahlen sichtbar gemacht werden. Dadurch entsteht eine hochpräzise, detailgetreue und dreidimensionale Bildgebung, die hochkomplexe Operationen möglich macht. Eingriffe an den Gefäßen können minimalinvasiv, schonend und sehr zeitsparend erfolgen.
Unsere Patienten profitieren von der Exaktheit der Bildgebund und der computergestützten Navigation.
Haupt-Einsatzgebiete unseres Hybrid-OPs sind Stent-Implantationen, zum Beispiel bei Bauchschlagader-Aneurysmen, sowie die Behandlung von Durchblutungsstörungen mittels modernster Katheter-Techniken.
Der Hybrid-Operationssaal erhöht die Sicherheit der durchgeführten Eingriffe und ermöglicht viele minimal-invasive Operationstechniken, die besonders schonend sind. Darüber hinaus erlaubt das Angiographie-System eine Kontrolle unmittelbar nach dem Eingriff. Dies trägt dazu bei, Folgeoperationen oder spätere Komplikationen zu vermeiden. Zudem werden bei Hybrid-OPs geringere Mengen an Kontrastmitteln und Röntgenstrahlen benötigt als bei herkömmlichen Operationen. Auch die Narkosezeit wird deutlich verkürzt.
Die Behandlung hochgradiger Einengungen der Halsschlagadern ist ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung. Durch die Einengung der Halsschlagader kann es zu einem Schlaganfall kommen. Ca. 20 % aller durch einen Gefäßverschluss bedingten Schlaganfälle sind durch eine Einengung der Halsschlagader verursacht.
Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Neurologie und der angeschlossenen Schlaganfall-Einheit bestehen für den Patienten ideale Voraussetzungen für eine komplikationsarme und schonende Behandlung der Einengung der Halsschlagader. Es werden alternativ zwei Verfahren zur Therapie angeboten: Es besteht sowohl die Möglichkeit einer minimalinvasiven Therapie mit Stentimplantation als auch einer offenen Operation. Hierbei werden die Gefäßablagerungen aus der Halsschlagader ausgeschält. So kann für jeden Patienten individuell das ideale Therapieverfahren angeboten werden.
Das diabetische Fußsyndrom ist eine besonders komplexe medizinische Aufgabe. Für die Entstehung von Wunden an den Füßen spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Durch die Kombination von Durchblutungsstörung, Fehlbelastung und Nervenschädigung kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen.
Durch die enge Kooperation mit der rekonstruktiven Orthopädie besteht die Möglichkeit einer idealen interdisziplinären Therapie der Patienten. Dies beginnt mit der Behandlung möglicher Infektionen und der Nebenerkrankungen über die Wiederherstellung der Durchblutung bis zur Rekonstruktion des Fußgewölbes.
Klinik für Gefäßchirurgie
Klinik für Gefäßchirurgie
Klinik für Gefäßchirurgie
Klinik für Gefäßchirurgie
Dr. Mareike Benedikt | Kommissarische Leitung
Peter Langenegger | Oberarzt
Dr. Patricia Häcker| Oberärztin
Dr. Jessica Karja| Oberärztin
Dr. Ariane Kohler| Oberärztin
Johann-Baur-Straße 4
82362 Weilheim
Sekretariat
Telefon 0881 188-8673
Telefax 0881 188-4677
E-Mail Sekretariat Gefäßchirurgie
Gefäßchirurgie
Umfang: 60 Monate
Die Klinik für Gefäss- und Endovaskularchirurgie hat im Rahmen der Qualitätsmanagement-Gesamtzertifizierung der Krankenhaus Weilheim Schongau GmbH das Zertifikat nach DIN ISO 9001:2015 erhalten. Bei dieser Zertifizierung wird die Qualität in den allen Abteilungen systematisch durch verschiedene Instrumente regelmäßig überprüft. Wir nutzen interne Begehungen / Audits, regelmäßige Besprechungen, festgelegte Qualitätssicherungsmaßnahmen, Befragungen sowie eine regelmäßige Auswertung von Rückmeldungen und Verbesserungsvorschlägen, um die Qualität kontinuierlich kritisch zu hinterfragen und zu verbessern. Jede Abteilung hat einen QM-Beauftragten, der sich intensiv um die Umsetzung von abteilungsinternen Qualitäts-Standards kümmert und mit der zentralen QM-Abteilung sowie den anderen QMBs des Hauses eng zusammenarbeitet. In das Qualitätsmanagementsystem sind alle Fachabteilungen, Berufsgruppen und Hierarchien integriert.
Einmal jährlich findet ein externes Audit durch DEKRA Certification GmbH statt, die kritisch und unabhängig das QM-System und die Prozessqualität bewertet, kontinuierliche Weiterentwicklung einfordert und bei Erreichen aller Anforderungen das Zertifikat nach DIN ISO 9001 vergibt.
Weitere Informationen siehe auch: Qualitätsmanagement