Große Anerkennung für drei Absolventinnen der Berufsfachschule für Pflege (BFS) in Schongau: Samantha Winterfeld, Andjela Stankovic und Immaculate Nakalyango sind für ihre hervorragenden Abschlussleistungen mit dem Bayerischen Staatspreis für Ausbildung in der Pflege ausgezeichnet worden. Alle drei haben die dreijährige generalistische Pflegeausbildung mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser abgeschlossen.

Der Staatspreis wird an Absolventen von Pflegeschulen vergeben, die ihre Ausbildung mit herausragenden Leistungen beenden. Er ist mit einer Urkunde verbunden und wird als besondere Anerkennung für fachliches Können und persönliche Entwicklung verliehen. Überreicht wurden die Auszeichnungen Ende Januar durch Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Schulleiter Christoph Schmittfull und Pflegedienstleiterin Sandra Buchner.

Samantha Winterfeld, die seit ihrer Kindheit im Landkreis Weilheim-Schongau wohnt, schloss ihre Ausbildung mit der Traumnote 1,0 ab. Während der gesamten Ausbildungszeit galt sie als leistungsstärkste und zuverlässigste Schülerin: Keine Fehlzeiten, überwiegend Bestnoten und nur eine einzige Zwei. Seit dem 1. September 2025 arbeitet sie in der Notaufnahme am Krankenhaus Weilheim.

Andjela Stankovic kam aus Serbien nach Deutschland und begann ihre Ausbildung unter schwierigen Voraussetzungen. Krankheitsbedingte Fehlzeiten prägten den Anfang, doch sie entwickelte sich fachlich wie sprachlich sehr schnell weiter. Innerhalb von nur sechs Monaten erlernte sie nahezu perfektes Deutsch. Ihren Abschluss erreichte sie mit der Note 1,5. Sie ist seit einigen Monaten als Pflegefachkraft auf der Station 4p in Weilheim tätig.

Immaculate Nakalyango stammt aus Uganda und kam ohne Eltern nach Deutschland. Zunächst absolvierte sie die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelferin, anschließend direkt die dreijährige generalistische Pflegeausbildung. Ihre Leistungen verbesserten sich kontinuierlich, bis hin zum Staatspreis mit einem Notendurchschnitt von 1,5. Heute ist sie auf der Akutstation Lechvital in Schongau im Einsatz.

In einer kurzen Ansprache ging Schulleiter Christoph Schmittfull auf die unterschiedlichen Bildungs- und Lebenswege der drei Preisträgerinnen ein: „Jede von Ihnen hat ihre eigene Geschichte. Gemeinsam ist Ihnen, dass Sie konsequent gearbeitet und sich stetig weiterentwickelt haben.“ Genau das mache gute Pflegefachkräfte aus.

Geschäftsführer Thomas Lippmann betonte: „Sie sind jetzt fachlich auf Augenhöhe mit dem restlichen Team und bringen aktuelles Wissen, Praxiserfahrung und einen frischen Blick auf die Dinge mit.“ Er ermutigte die Absolventinnen, Fragen zu stellen, Prozesse zu hinterfragen und sich aktiv in die Arbeitsabläufe einzubringen.

„Wir sind stolz darauf, dass Sie diesen Weg gegangen sind“, erklärte Pflegedienstleiterin Sandra Buchner im Anschluss. Sie ergänzte: „Wir freuen uns, dass Sie bei uns geblieben sind, und wünschen Ihnen alles erdenklich Gute.“ Pflege biete zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Es sei ein Beruf, in dem Engagement täglich zurückkomme – von Patienten, von Angehörigen, und nicht zuletzt auch von Teamkollegen.